21.April 2004 VIA

 

MaTaJaMa baut Brücken

Manuela Raudasch

MaTaJaMa - das ist weder Polynesisch, noch Indisch und auch nicht Hawaiisch. MaTaJaMa ist schlechtweg Deutsch und ein wenig Afghanisch und steht für Marc Marée, Tanya T(ie), Jata und Marvin D. - eben so heißt die Gruppe, die mit "Brücken bau´n" dem Rassismus musikalisch zu Laibe rücken will.

"Es war uns und meinem afghanischen Kollegen und Freund Jata ein Bedürfnis, diesen Song zu machen. Neben der Botschaft rockt das Lied. Wir hoffen, dass sich die Essener davon anstecken lassen!", sagt Marc Marée. Und die Essener Verkehrs-AG hilft kräftig mit! Seid März 2004 ist die CD "Brücken bau´n" für 5,99Euro in den EVAG KundenCentern erhältlich.

Marc Marée zum Beispiel hat schon als Zweijähriger aus vollem Halse Holms "Mendocino" gesungen, begleitet von seiner Kindergitarre. Und als ihn Jahre später ein Freund sagte, dass er fast genau die gleiche Stimme wie Paul Stanley von KISS habe, dachte er: "Mensch, wenn das so ist, dann gründe doch deine eigene Band oder such dir eine!" Gesagt, getan. Marée schloss sich "18 fast Crash" an und später "Dead End". Richtig wohl fühlte er sich aber erst in der deutsch-sprachigen Musik: Zusammen mit seinem Produzenten und Songwriter Klaus Wittelsbach hat er schließlich und endlich eine CD herausgebracht und sogar ein Buch geschrieben: "Marc Marée - Der Nackte auf Wagen 10".

Zu MaTaJaMa war der Weg dann auch nicht mehr weit: Auf dem Schlossparkfest in Essen-Borbeck im letzten Jahr holte Marc Marée einen Glatzkopf aus dem Publikum auf die Bühne. Er bekam ein Mikrofon und sang fleißig mit. Der Glatzkopf, Mitarbeiter in der Leitstelle der EVAG (welch Zufall) und Musiker (noch ein Zufall), war und ist Marvin D.!

Tanya T(ie) lernte Marc Marée beim Fernsehkanal OK in Dortmund kennen und war sogleich fasziniert von ihrer Stimme. Und Jata, Musiker und Straßenbahnfahrer bei der EVAG (glauben Sie eigentlich an Zufälle, geneigter Leser?), kannte er schon seit Jahren, spielte er doch früher mit dessen Bruder Fußball.